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Die Geschichte des Schützenvereins ist eine Geschichte der Dorffeste und Geselligkeiten. Sie ist schon mehr als 100 Jahre alt.
Bereits um 1878 wurden, wenn auch nicht jährlich, solche Feste veranstaltet. Sie fanden im August an einem Wochenende statt. Am Sonntag wurde die Schützenscheibe ausgeschossen, am Montag klang das Fest mit dem Frühstück und dem Annageln der Scheibe am Hause des Schützenkönigs aus. Für gute Schießleistungen gab es Stoffe als Preise. Seiner Zeit wurden die Scheiben von Willi Thieß() gemalt. Träger und Ausrichter dieser Feste waren die jungen Burschen und Mädchen im Dorf, die den Ablauf organisierten, für  " Ruhe und Ordnung "  und die Geldeinnahmen sorgten.
1926 wurde dann ein Schützenverein gegründet. Damit begann eine neue Phase, die bis 1959 andauerte. Dieser Schützenverein war nunmehr Träger des Schützenfestes. So wurde zunächst beschlossen, das Fest jeweils am 2. Pfingsttag beginnen und am Tage darauf mit einem Frühstück und dem Anbringen der Scheibe am Hause des Schützenkönigs ausklingen zu lassen.
Da es im Dorf ein Gasthaus gab und eine entsprechende Schießanlage vorhanden war, konnte dort geschossen werden. Gefeiert wurde auf dem Nachbargrundstück in einem Zelt. Am Nachmittag des Pfingstmontags wurde zunächst der Schützenkönig von zuhaus abgeholt. Flankiert von 2 Scheffern   ( Begeleiter mit Schärpe )   maschierte er im Umzug mit durchs Dorf zum Festzelt, wo bis in den nächsten Morgen gefeiert und getanzt wurde.
Am Dienstagmorgen gab es von 10 bis 12 Uhr ein Frühstück in dem Zelt, an dem nur die Männer teilnahmen. Dem schloss sich das Rasieren beim Friseur in Mandelsloh an. Danach maschierte man zum Scheibenannageln zum Haus desSchützenkönigs. Dieser 2. Tag endete wie der 1. Tag. Am Mittwochmorgen wurden die letzten Gäste mit Musik einzeln nach Hause gebracht. In diesem Rahmen fanden die Schützenfeste zunächst jährlich statt.
1928 wurde eine Königskette aus Silber angeschafft. Sie besteht aus einem herzförmigen Schild mit der Inschrift  " Schützenverein Amedorf 1928 "  . Jährlich wurde sie um eine Plakette mit dem Namen des neuen Schützenkönigs vermehrt.
Das letzte Schützenfest vor dem 2. Weltkrieg fand 1939 statt. Erst 1949 konnte die alte Tradition wieder aufgenommen und bis 1959 fortgeführt werden. In dem Jahr wurde nämlich das Gasthaus geschlossen.
Mit der Schließung des Gasthauses begann eine neue Phase für den Schützenverein. Es wurde beschlossen, dass

Um jedoch ein Dorfgemeinschaftsfest zu erhalten, organisierte der Schützenverein ab 1960 jeweils am 2. Sonnabend im Januar einen Schützenball. Geschossen wurde erst wieder ab 1964. Der Gewinner bekam einen Wanderpokal und trug für ein Jahr die Würde des Schützenkönigs.
Der Schützenball wurde von 1960 bis 1974 im Gasthaus Küster in Mandelsloh, 1975 bis 1994 im Hotel  " Bertram "   in Schwarmstedt und seit 1995 in der Gaststätte  " Zum Schwan "  in Rodewald gefeiert. Nach einem guten Abendessen, einer Ansprache des Vorsitzenden, der Proklamation des Schützenkönigs sowie der übrigen Sieger werden die Preise verteilt. Danach wird getanzt und getrunken bis ein Bus gegen 5 Uhr früh die Gäste nach Hause fährt. Das gemeinsame Spiegeleieressen   ( manchmal über 100 Eier )   beim Schützenkönig bildet den Abschluss eines jeden Amedorfer Schützenballes.
1986 hat sich der Schützenverein Amedorf eine Satzung gegeben, welche durch den Vorstand gepflegt wird. Die Ziele der Satzung sind: Zu Pfingsten des Jahres 2001 fand anlässlich des 75. Gründungsjubiläums des Vereins zum ersten Mal seit 1959 wieder ein Schützenfest statt.